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Nordkreis Vechta - Andreas Romberg

Komponist der Klassik - Sohn der Stadt Vechta (1767-1821)

1767 wurde Andreas Jakob Romberg als Sohn des Militärmusikers Gerhard Heinrich Romberg in Vechta geboren. Von seinem Vater wurde er als Geiger ausgebildet und debütierte schon im Alter von sieben Jahren gemeinsam mit seinem Vetter Bernhard (Violoncello) in Münster. Bei Konzertreisen durch Deutschland, Holland, Italien und Frankreich wurden die Vettern als "Wunderkinder" gefeiert. Andreas war freundschaftlich mit Haydn und Beethoven verbunden und wurde später in Hamburg sesshaft, wo er eine Familie gründete und lange Jahre als Komponist und Kapellmeister wirkte. Durch die Napoleonischen Feldzüge verschlechterte sich die Situation des freischaffenden Komponisten bis er 1815 eine Anstellung als Kapellmeister des Herzogs von Sachsen-Gotha-Altenburg fand. Am Gothaer Hof wirkte er bis zu seinem Tod 1821. Nach seinem Tod geriet er trotz großer Popularität und zeitgenössischer Wertschätzung in Vergessenheit, allenfalls seine Vertonung von Schillers "Lied von der Glocke" war noch bekannt. Dies zu ändern machte sich seit 1993 die "Arbeitsstelle Andreas Romberg" der Hochschule Vechta zur Aufgabe. Prof. Dr. Karlheinz Höfer und Dr. Klaus Werner waren und sind maßgeblich für die Rombergforschung verantwortlich und sorgten für eine Neuarchivierung und Neuaufführung von Rombergs Werken seit 1994 mit regelmäßigen Konzerten. Die Andreas-Romberg-Gesellschaft Vechta e.V. wurde 1995 gegründet und verfügt über ein "Romberg-Zimmer" im alten Rathaus von Vechta.
Ansprechpartner für die Romberg-Gesellschaft sind Dr. Werner (Tel. 04471-83569) und Michael Schwiese (Tel. 04441-5372).