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Nordkreis Vechta - Europaplatz

Schon im Mittelalter war der seit einigen Jahren "Europaplatz" genannte Marktplatz ein beliebter Treffpunkt und Versammlungsort in der Stadt.

Hier steht der 1974 in Betrieb genommene Stadtbrunnen, er soll ein Symbol für den alten Moorbach sein, der für die Stadtgründung Vechtas an dieser Stelle ausschlaggebend war. Daneben findet sich seit 2000 die von dem Künstler Karl-Josef Dierkes geschaffene Steinskulptur des Vechtaer Originals „Straßenfeger Martin“. Der wortkarge Martin Taubenheim hielt bis zu seinem Tod im Jahre 1985 praktisch Tag und Nacht gewissenhaft mit seinem Besen die Straßen der Stadt sauber. Ebenfalls auf dem Europaplatz steht seit 1981 die von dem Münchner Künstler geschaffene Bronzeplastik „Warwick Rex“. Mit diesem Ausnahmepferd holte Alwin Schockemöhle aus Mühlen 1976 im kanadischen Montreal olympisches Gold für Deutschland. Die Plastik steht für die Tradition Vechtas als Reiterstadt und Mittelpunkt der regionalen Pferdezucht. "Wir treffen uns am Pferd", dieser Satz ist in Vechta häufig zu hören, er bezeugt, dass der Marktplatz auch heute noch ein beliebter Treffpunkt für jedermann im Stadtzentrum ist. Von Bäumen überschattete Sitzbänke laden zum Verweilen ein. Hier lässt sich das geschäftige Treiben auf der Straße beobachten oder dem Plätschern des Wassers aus dem Stadtbrunnen lauschen.
Schon seit dem Mittelalter fand im August auf dem Marktplatz der sogenannte "Mariä-Himmelfahrtsmarkt" statt, der 1577 wegen der Pest vor die Stadttore auf die Westerheide verlegt wurde und aus dem der heutige Stoppelmarkt hervorgegangen ist. Noch heute finden jedoch in der Innenstadt der Frühjahrsmarkt, der Thomasmarkt und der Weihnachtsmarkt statt.