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Nordkreis Vechta - Pestruper Gräberfeld
Eine Reise in die Steinzeit, und das mitten in der Region – wie das geht? Besuchen Sie einfach mal das Pestruper Gräberfeld ganz in der Nähe von Wildeshausen. Denn hier finden Sie nicht nur eine schöne Heidelandschaft und unberührte Natur, sondern auch viele Geheimnisse längst vergangener Tage, die hier förmlich „begraben“ liegen. Denn auf dem rund 39 Hektar großen Gelände entdecken Sie bei genauerem Hinsehen rund 500 kleine und einige größere Grabhügel – denn das Gräberfeld mitten in der Wildeshauser Geest ist die größte bronze- und eiszeitliche Nekropole des nördlichen Mitteleuropas. Dazu ist das Feld Teil der Straße der Megalithkultur.
Die Hügel stammen aus der Zeit um 900 bis 200 v. Christus. Damals verbrannten die Menschen, die hier einmal lebten, ihre Toten, die Urnen mit der Asche wurden in den Erdhügeln beigesetzt. Jeder Hügel weist eine Urnengrabbestattung auf. Das haben Nachforschungen ergeben. Im Norden des Feldes finden sie dazu einige ganz besondere Hügel, die wegen ihrer Größe und Form auch Königshügel genannt werden. Forscher haben einmal festgestellt, dass diese Hügel vermutlich ursprünglich gar keine Gräber, sondern Verbrennungsstätten für die Toten waren.
Inmitten des Gräberfeldes finden Sie aber auch eine Gruppe von Birken, die etwa rund 60 Jahre alt sind – ungewöhnlich, denn eigentlich bemüht man sich, auf einer Heidefläche keine Bäume wachsen zu lassen. Forschen Sie doch einmal nach und entdecken Sie bei einem Besuch, was es mit der Baumgruppe auf sich hat und an welches Ereignis die hohen Birken erinnern sollen.
Und wenn sie so durch die wunderschöne Heidelandschaft schlendern, dann entdecken Sie bestimmt auch den Schafkoben. Hier finden die „Gärtner“ der Heide, eine kleine Schafherde, Unterschlupf. Übrigens: Wenn Sie die Heide in voller Blütenpracht erleben wollen, dann lohnt sich ein Besuch im späten August!