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Nordkreis Vechta - Wasserburg Hopen

Wie verwunschen steht sie da, die Wasserburg Hopen, umgeben von einem Burggraben, alten Eichen und Buchen mitten im Hopener Stadtwald.

In den vergangenen Jahrhunderten hat eines der wichtigsten Baudenkmäler der Stadt Lohne eine wechselvolle und aufregende Geschichte erlebt. Gebaut hatte sie im Jahr 1517 der Graf Herbord von Dinklage. 1637 brannten Soldaten der Schweden und Hessen, die Vechta belagerten, die Gebäude der Vorburg ab und erst 1780 wurde das heute zweigeschossige massive Herrenhaus aufgestockt und erweitert. Damals, bis zum 17. Jahrhundert, gab es an der Burg auch einen Turm und eine Zugbrücke, die jedoch um 1825 und um 1880 einstürzten oder abgebrochen wurden.

So alt die Burg auch ist, so viele Besitzer hat sie in den vergangenen Jahrhunderten bereits erlebt. Von 1591 bis 1793 war die Burg im Besitz der Herren von Haren, seit 1805 lebten hier die Grafen von Galen. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurden hier dann Flüchtlinge untergebracht. 1948 wurde Graf von Schmiesing-Kerssenbrock Eigentümer und auch als Jugendherberge wurde die Burg nach 1954 für kurze Zeit genutzt. Seit 1964 aber ist das Anwesen in Hopen wieder in privatem Besitz der Familie von Kerssenbrock, die das Anwesen übrigens 2014 umfassend sanieren ließ. Heute erstrahlen beispielsweise das alte Fachwerk und der Putz wieder in neuem Glanz.

Und auch sonst ist die Umgebung rund um die Wasserburg Hopen voller Geschichte. So auch der Burgwald Hopen. Ob Jogger, Spaziergänger, Fahrradfahrer oder Wanderer, der Wald mit seinen Teichen und dem dichten Wald ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Und das empfand vor vielen hundert Jahren auch Herbord Daniel von Haren so, der 1703 das Gut Hopen erbte und hier die typischen Alleen anlegte, durch die sich heute die schönen Spazierwege schlängeln. Von Hopen führt übrigens auch ein Weg direkt zur Burg Dinklage.