Drucken
Nordkreis Vechta - Bernhard Romberg

Diese Dinklager Familie hatte "Musik im Blut":

Als Mitglied einer der bedeutendsten Musikerfamilie in Nordwestdeutschland machte auch Bernhard Heinrich Romberg als Wunderkind am Cello „Karriere“. Geboren wurde er am 13. November 1767 in Dinklage und bis zu seinem Tod am 13. August 1871 sollte er als einer der exzellentesten Virtuosen in die Geschichte eingehen.

Musik war etwas, das für die Familie Romberg seit jeher eine große Rolle spielte. So prägten sein Vater, der Fagottist Bernhard Anton, und sein Onkel Heinrich Romberg über Jahrzehnte hinweg die Hofkapelle der Fürstbischöfe in Münster. Und auch die musikalische Laufbahn des Jungen, der später einmal einer der berühmtesten Musiker seiner Zeit werden sollte, begann bereits mit sieben Jahren, als er gemeinsam mit seinem ebenfalls begabten Cousin und Geiger Andreas Romberg auftrat. Die ersten Jahre verbrachte Bernhard Romberg jedoch an der heutigen Rombergstraße in Dinklage, wo er im Haus seiner Großeltern lebte.

Bekannt wurden das wohl erste „Duo“ der Musikgeschichte fälschlicherweise unter dem Namen „Brüder Romberg“. Gemeinsam gingen die beiden sogar auf „Tournee“, traten beispielsweise in Paris auf und lernten dabei auch Joseph Haydn kennen oder standen mit Ludwig van Beethoven und Franz Anton Ries auf der Bühne. Erst 1801 trennten sich ihre Wege. Bernhard Romberg zog es nach Paris, er trat in der königlichen Kapelle in Berlin auf und ließ sich 1820 mit seiner Familie in Hamburg nieder, wo er 1941 auch starb. Bernhard Heinrich Romberg gilt als Begründer der deutschen Violoncellisten-Schule und widmete sich auch mit viel Hingabe der Komposition. Trotzdem geriet er nach seinem Tod in Vergessenheit. Erst in den vergangenen Jahren änderte sich das. So wurde die Dinklager Musikschule nach ihm benannt und die Bernhard-Romberg-Gesellschaft widmete sich dem Leben und Werk des berühmtesten Sohnes der Stadt Dinklage.