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Die Ausflugsregion Nordkreis Vechta
Fast alle naturtypischen Naturräume Nordwestdeutschlands sind im Nordkreis Vechta (NV) anzutreffen. Wälder, Moor und Heide wechseln mit Feldern und Wiesen, Bächen, Teichen und Tümpeln in flachwelliger Geest. Als naturräumliche Besonderheit ist hier das Moor hervorzuheben. Der niedrigste Punkt des Erholungsgebietes befindet sich in der Aue bei Carum (23,80m üNN).


Der Nordkreis Vechta umfasst auf 502,44 qkm 98.680 Einwohner (Stand 06/2009) in den 6 Mitgliedskommunen Bakum, Dinklage, Goldenstedt, Lohne, Vechta und Visbek. 

Ein gut ausgebautes Rad- und Wandernetz von über 450 km Länge und ein 34km langes Reitwegenetz, mit dem die Stadt Vechta 1998 als Bundessieger im Wettbewerb „Pferdefreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet wurde, erschließt die Ausflugregion. Ein besonderes landschaftliches Merkmal ist die ebene Oberfläche, die sich ideal für Sportarten wie Radfahren, Reiten, Golfen, Boßeln und Inlineskaten eignet.

Zahlreiche Naherholungsgebiete laden zum Verweilen ein: zum Beispiel das Herrenholz, ein zu Visbek und Goldenstedt gehörendes Waldgebiet mit reichen Eichen-Hainbuchenwäldern und einem als „Urwald“ bezeichnetem Hudewald, der Hartensbergsee in Goldenstedt, der Lüscher Polder in Bakum, Hochzeitswald, Füchteler und Welper Wald und Zitadellenpark in Vechta, der Burgwald und der Bürgerpark in Dinklage, Hopener Wald und der Stadtpark in Lohne.

Eine weitläufige Geestlandschaft, verschlungene Bachläufe und mittelalterliche Mühlenteiche charakterisieren das Landschaftsbild um Visbek. Mit zahlreichen Wasser- und Windmühlen und Großsteingräbern trägt dieser Ort zur Vielfalt des Erholungsgebietes bei. Ein besonderes Naturerlebnis bietet das Goldenstedter Moor, einer der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte der Region. Als Kleinode in der Landschaft sind die zahlreich anzutreffenden Schlatts zu bezeichnen, das sind kleine Moorsenken, die in ihrem Zentrum meist noch eine Wasserfläche aufweisen. Sie sind Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten. Typisch für die flachwellige Geestlandschaft zwischen Visbek und Goldenstedt sind die sogenannten Bruchbachtäler, deren Bäche allesamt in die Hunte münden. Sumpfwälder aus Erlen und Birken, unterbrochen von Wiesen und Teichen, begleiten den Besucher entlang der Wege. Aber auch weitläufige Obst- und Gemüseanbaugebiete wie Erdbeer- und Spargelfelder, Himbeer- und Apfelplantagen prägen die Landschaft des Nordkreises Vechta. 

Beliebte Anlaufstelle für Busunternehmen und PKW-Fahrer sind der weithin bekannte große Rasthof Oldenburger Münsterland (ROM) an der BAB Abfahrt Vechta/Harme und der neue „Motorpark“ in Lohne an der BAB Abfahrt Lohne/Dinklage. Wichtige Einrichtungen sind außerdem das Industriemuseum Lohne, das Museum im Zeughaus in Vechta, das Naturschutz- und Informationszentrum mit dem „Haus im Moor“ in Goldenstedt, die „Ostdeutsche Heimat- und Trachtenstuben“ in Goldenstedt, die „Schweger Mühle“ mit Back- und Göpelhaus und angegliederter Fachwerksiedlung „Bussjans Hof“ in Dinklage, der renovierte Artland Hof Scherbring-Sperveslage in Wulfenau, die Marienkirche in Oythe, die Endeler Kapelle und die Lourdes Grotte in Visbek, der 1000 Jahre alte Kirchturm in Vechta-Langförden, die Burg Dinklage mit der Benediktinerinnenabtei St. Scholastika und angrenzendem Klosterladen und –café, der 18m hohe Aussichtsturm und die überdachte Freilichtbühne in Lohne. 
Weiterhin gibt es verschiedene Baudenkmäler: das Backhaus in Hogenbögen, die Wasserburg „Dietrichsburg“ (Heute Benediktinerinnen Kloster) und die Pfarrkirche St. Catharina in Dinklage. Außerdem sind zwei 18-Loch Golfplätze im Tourismusgebiet vorhanden. 

Publikumsmagnete sind Veranstaltungen in Vechta wie z.B. der Stoppelmarkt mit jährlich 700.000 Besuchern (Mitte August) und internationale Veranstaltungen des Vechtaer Pferdezentrums (z.B. Eliteauktionen, Reitturniere und Körungen). Außerdem finden in Vechta Open-Air-Konzerte internationaler Künstler (wie Whitney Houston oder Joe Cocker) und in Lohne Meisterkonzerte sowie alle zwei Jahre Kulturtage statt. 

Die Ortsbilder sind größtenteils gewachsene Dörfer mit typischer verwinkelter Struktur. In den Bauernschaften ist der Dorfcharakter durch Maßnahmen der Ortsbildpflege wie Pflasterung und denkmalpflegerische Maßnahmen z.B. zur Erhaltung der Fachwerkarchitektur weitgehend erhalten geblieben, was sich in mehreren Auszeichnungen widerspiegelt. Allein das Gemeindegebiet Visbek hat sechs Gold- und Silberdörfer im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ zu verzeichnen. 

Die Vielseitigkeit durch die bestehenden drei Städte innerhalb des ländlichen Raums wirkt sich positiv auf das Gesamtangebot aus. Dabei kann Erholung im ländlichen Raum mit städtischen Kulturangeboten kombiniert werden.